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Das Jahr begann mit viel Kälte. Das merkte man auch bei der Entwicklung in den Beuten. Alles war irgendwie (etwa 3 Wochen) später.

Leider hatten wir auch den Verlust von 2 Völkern zu verzeichnen.

Das verbliebene 3. Volk ist der Ableger von unserem Bienenfreund aus dem Vorjahr. Dieses Volk wurde nun mit besonderer Sorgfalt beobachtet. Nach und nach konnten wir aber eine befriedigende Entwicklung erkennen.

Inzwischen wurde die Zeit genutzt, um die alten Zargen und Rähmchen zu behandeln. (Ausschmelzen der Rähmchen, ausbrennen der Zargen, neue Mittelwände einlöten usw.) Es muss ja schließlich weiter gehen. Die Nachbarn fragen schon, was die Bienen machen. Das Interesse ist erstaunlich groß.


Eigentlich wollten wir erst am 25./26. Mai einen Ableger bilden, aber am Pfingst - Sonntag war so ein starker Flugbetrieb, dass wir eine Schwarmbildung befürchteten.

Zum Glück hatten wir schon alles vorbereitet. Deshalb haben wir kurz entschlossen die Ablegerbildung vorgezogen.

Das Ablegervolk aus dem Vorjahr hatte sich sehr gut entwickelt. Also konnten wir beruhigt ein paar Rähmchen mit Brut und Futter entnehmen und unseren ersten eigenen Ableger bilden. Nun heißt es erst einmal warten und hoffen.


Hoffen deshalb, weil zu jedem Volk ja auch eine Königin gehört. Die war bei dem Ableger natürlich nicht dabei. Die Natur weiss sich aber zu helfen. Die vorhandenen "Altbienen" / Stockbienen überprüfen die vorhandene Brut und suchen sich aus der Jungbrut (nicht älter als 3 Tage) eine Zelle heraus, die sie für ihre neue Königin auswählen. (das können aber auch mehrere Zellen sein)

Nun bauen sie diese Zelle zu einer s.g. Weiselzelle um. Die Königinnenzelle ist größer und liegt senkrecht. Da die Königin etwas besonderes ist, wird sie statt normalem Futtersaft mit "Geleé Royal" gefüttert.

Nach ein paar Tagen ergab die Kontrolle, dass eine Weiselzelle vorhanden war.


Eigentlich braucht man nur eine Weiselzelle, aber hier sind es zwei zusammenhängende Zellen, die ich nicht trennen möchte.

Man braucht nur eine Weiselzelle, da in jedem Volk auch nur eine Königin geduldet wird. Gibt es mehrere Königinnen, töten diese sich, bis nur noch eine übrig bleibt.

Die Entwicklung einer Königin dauert 16 Tage.

  • 3 Tage Eizeit
  • 5 Tage Larvenzeit
  • 8 Tage Puppenzeit

Geschlechtsreif ist sie nach 7 Tagen. Dann verlässt sie die Beute, um sich im Flug von mehreren Drohnen (10 - 20) begatten zu lassen.

Wurde sie begattet, kann sie nicht mehr stechen. Andere, eventuell noch nicht begattete Königinnen, können aber noch stechen und würden dann die Begattete töten.

Also muss ich jetzt immer kontrollieren.

Übrigends:

  • eine Königin wird bis zu 4 Jahre alt
  • sie legt im Mai/Juni täglich bis zu 3.000 Eier


Leider ist das Wetter gar nicht bienenfreundlich:

  • kühl
  • seit Tagen viel Regen

Es ist wie Herbst, und das Ende Mai/Anfang Juni.


Eine Durchsicht der Rähmchen brachte uns die freudige Erkenntnis, dass die neue Königin geschlüpft war. Dustin hatte sie gleich entdeckt. Er hat ein scharfes Auge. Zum "Zeichnen" war aber keine Gelegenheit, weil sie sich schnell unter dem Gewimmel der anderen Bienen versteckte.

Eine Woche später waren auch die ersten neuen Stifte (Eier) zu erkennen.

Es scheint also ein neues Volk gegründet zu sein.

Inzwischen haben wir auch die zweite Brutraumzarge aufgesetzt. Nun kann die Königin fleißig arbeiten. Viel Erfolg!

In der Folgezeit konnte man eine gute Entwicklung des Volkes beobachten. Honig habe ich aber keinen entnommen - das Volk soll sich erst einmal stärken.


Nach dem Schleudern des Honigs aus dem "Altvolk" haben wir noch einen 2. Ableger gebildet. Damit aber auch auf ein eventuelles 2. Schleudern verzichtet.

Diesen Ableger werden wir aber einzargig überwintern - mal sehen.

Die Entwicklung und das Wohl der Bienen war uns erst einmal wichtiger, als die Honigernte.


Der starke Herbststurm hatte von dem Pflaumenbaum, der neben den Bienen-kästen steht, einen starken Ast abgebrochen. Dieser war auf die Beuten gefallen uns hätte diese fast umgestoßen. Alles hing an einem seidenen Faden. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, um alles fest zu halten.

Am Ende konnten wir sagen: GROSSES GLÜCK GEHABT!!!


2 Völker verloren

2 neue Ableger gebildet

23 kg Honig geerntet

Was jetzt noch fehlt ist die Varroa-Bekämpfung - die sollte auf keinem Fall vergessen werden.

Das nächste Jahr wird hoffentlich erfreulicher - obwohl: ganz so schlecht war es ja auch nicht.