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Die Durchsicht der Beuten hatte ergeben, dass in den Honigzargen eine ganze Reihe von Rähmchen voll ausgebaut und verdeckelt waren.

"Verdeckelt" heißt, die Waben sind mit Honig gefüllt und mit einer dünnen Wachsschicht von den Bienen verschlossen.


     verdeckelte Honigwabe

Mit einem Refraktometer habe ich den Wassergehalt im Honig kontrolliert. Dieser lag bei 17,6 %. Alles was unter 18 liegt ist ein prima Wert. Ich konnte zufrieden sein. Liegt der Wassergehalt gar über 21% kann der Honig nicht lange gelagert werden, da er zu gären beginnt.


                Refraktometer

Gemeinsam mit Dustin habe ich dann die vollen Rähmchen aus den Honigzargen entnommen.


Am Ende waren es 12 Rähmchen, die wir entnommen hatten.

Als nächster Schritt kam das Entdeckeln der Waben:


Dabei wird mit einer Art Kamm vorsichtig die Wachsschicht (Deckel) von den Waben entfernt.

Das Wachs kann man später für neue Mittelwände oder für Kerzen verwenden.

Anschließend wurden die Waben geschleudert - man spricht auch vom "Honig schleudern". Dazu werden die Rähmchen in eine Schleuder eingehängt und per Hand geschleudert. Erst die eine Seite, dann umdrehen und die Rückseite. 


Unten läuft dann der Honig mit Wachsresten heraus und wird durch mehrere Siebe von ungewünschten Rückständen befreit.



Nun konnte der Honig erst einmal ruhen.

Restliche Schwebeteilchen und Luftblasen steigen dabei nach oben und werden abgeschäumt. Ein guter Trick ist dabei das Abdecken des Honigs mit Haushaltsfolie. Diese wird dann vorsichtig abgezogen und der Schaum entfernt.

Der Schaum und die Schwebeteilchen haften an der Folie und können leicht entfernt werden.

Nach etwa einer Woche konnte mit dem Rühren des Honigs begonnen werden.

Durch das Rühren bleibt der Honig flüssig bzw. wird cremig, da die sich bildenten Zuckerkristalle am Aufbau gehindert werden. Ohne Rühren wird Honig fest.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zum Rühren:

"Auf und Ab" mit dem Handrührer

Macht den Honig cremig und schafft Muskeln.

Oder man spannt den Rührer in eine Art Bohrmaschine.

Wenn der Honig nach ein paar Tagen (oder mehr) fertig ist, wird er in Gläser abgefüllt.

Was aber das Wichtigste ist - er (der Honig) ist einfach lecker!