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Die Eisheiligen sind vorbei - Die Völker haben sie gut überstanden.


Leider war ich an diesem Tag nicht im Garten (20.05.2012) und konnte das Schauspiel nicht erleben. Auf alle Fälle erhielt ich 2 Anrufe mit dem Hinweis, "wir glauben, bei dir ist ein Bienenvolk weg geflogen" (geschwärmt). Erst hing es im Nachbargarten an einem Baum, dann flog es Richtung Osten davon.

Ich war natürlich geschockt - sollte mich wirklich ein Volk (zu mindest ein großer Teil mit ihrer Königin) verlassen haben?

Wann schwärmt ein Volk?

zum Beispiel:

- wenn es dem Volk zu eng wird

- wenn eine neue Königin nachgezogen wird und die "alte" raus muss, oder weg     will

Man kann dies an so genannten "Weiselzellen" auf den Rähmchen erkennen.

Ich hatte zwar versucht alles zu beachten und zu kontrollieren, aber Erfahrung hatte ich dabei natürlich noch keine.

Am nächsten Tag bin ich dann gleich in den Garten gefahren und habe kontrolliert. (Zargenkontrolle, Gewichtskontrolle)

Das Ergebnis war: Meine Bienen waren noch alle da!

Es war offensichtlich ein Volk von meinem anderen Imkerfreund. Der hatte das schon angedeutet.

Ich konnte erst einmal durchatmen!


Am folgenden Wochenende habe ich dann mit Dustin eine umfangreiche Kontrolle aller 3 Beuten durchgeführt - insbesondere auch, um noch einmal nach Weiselzellen zu suchen.

Zur Beruhigung der Bienen wird erst einmal gesmoked.



Dann werden die Rähmchen gezogen und kontrolliert


ausgebaute Wabe unverdeckelt

Brutwabe

verdeckelte Honigwabe

verdeckelte Drohnenbrut

Verdeckelt heißt: die Waben sind gefüllt und mit einem Wachsdeckel verschlossen.

Hat die Königin zuvor ein Ei (Stift) in die Zelle gelegt entwickelt sich daraus Brut, also neue Bienen. War das Ei befruchtet entstehen Arbeiterinnen oder Königinnen. War das Ei unbefruchtet entstehen Drohnen (männliche Bienen). Die Entscheidung, ob ein befruchtetes oder unbefruchtetes Ei gelegt wird, entscheidet die Königin allein. Deshalb inspiziert sie zuvor die Zelle und erkennt an der Größe und Form, welches Ei hinein gehört.

Die Samenblase einer Königin kann mit bis zu 1 Million Samen gefüllt werden. Dieser Vorrat reicht für etwa 4 Jahre. So alt werden aber nicht alle Königinnen.

Um Honig zu gewinnen wird zwischen dem Brutraum und dem Honigraum ein Zwischengitter/Absperrgitter gelegt.


Absperrgitter wird auf die Brutzarge aufgelegt. Darüber kommt die Honigzarge.

Durch das Absperrgitter kommen nur die Arbeitsbienen. Der Gitterabstand ist für Drohnen und die Königin zu eng. Deshalb kann sie die Zellen nicht befruchten, aber wir können den Honig ernten.



Man sollte bei der Imkerei nicht nur an den Honig im laufenden Jahr, sondern auch auch an den Honig in den nächsten Jahren denken.

Ein Volk kann schwärmen, krank werden, den Winter nicht überstehen usw. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die (leider) passieren können. Deshalb sollte man vorsorgen, und "Ableger" bilden.

Ableger sind Grundstock für die Bildung eines neuen Bienenvolkes und werden durch die Teilung eines starken Volkes gebildet. Dabei greift man auch dem Schwärmen vor.

Bei der Ablegerbildung wird etwa die Hälfte der befruchtete Rähmchen mit den Bienen aus der "alten" Brutzarge in eine neue Zarge umgesetzt. Dann wird das Flugloch verschlossen, ein paar Tage gewartet und die Zarge möglichst an einem anderen Stellplatz aufgestellt.

Ich habe den Ableger von meinem Bienenfreund bekommen und meinen 3 Völkern hinzu gefügt.


Nach 3 Tagen habe ich dann das Flugloch geöffnet und den freien Raum in der Zarge mit neuen Rähmchen mit Mittelwänden und einem Futterrähmchen aufgefüllt.


Das Futterrähmchen ist dabei nur als Reserve gedacht, falls nach der Ablegerbildung nicht genügend Futter von den Bienen herangetragen werden kann.


  Futtertasche oder Futterrähmchen (gefüllt mit speziellem Futterteig)