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Da war es, das Schild "Honigverkauf in der Kleingartenanlage Mühlenfließ".    Irgenwie löste es eine Magie aus - und, da war da noch Dustin, unser Enkel      (11 Jahre), der hat den "Bienenmann" gesucht und gefunden und mit meiner    Frau Ilona einen Besuch abgestattet.  Das war so im September 2011.

Ilona hatte ein Glas Honig gekauft und war begeistert.

Dustin kam mit ein paar Brettern, Hammer und Nägel aus dem Keller in unserem Garten ----> "Ich baue jetzt einen Bienenkasten"

Warum eigentlich nicht???

Eigenen Honig herstellen - aber, wie geht denn das?


Für uns ganz wichtig war und ist es, einen erfahrenen Imker zur Seite zu haben. Den haben wir in unserer Kleingartenanlage mit dem "Bienenfreund" Ulrich Campe. Übrigends kann man unter der Adresse http://www.kleingartenimker.de/index.html#anchor-top                                     sehr interessante Dinge aus seiner Imkertätigkeit sehen und lesen und auch Honig bestellen.

Weiterhin war es wichtig, die Zustimmung des Vorstandes vom Kleingartenverein einzuholen. Da gab es aber keine Probleme, auch die Gartennachbarn waren interessiert - immerhin geht es ja um die Bestäubung auch ihrer Bäume und Pflanzen, und somit um das Wachsen der Ernteerträge.

Wichtig war auch der Hinweis, von Anfang an den richtigen Platz zu finden und zu beachten. Nicht nur die Bienenkästen (Beuten) brauchen den (richtigen) Platz, auch die zahlreichen Gerätschaften, Werzeuge und Hilfsmittel brauchen ihren Platz. Ein Gerätehaus musste her. Die Angebote in den Baumärkten dazu waren entweder zu klein oder zu teuer. So blieb noch die Alternative das Häuschen (ich nenne es das Honighaus) selbst zu bauen. Nach Vorlage der Genehmigung habe ich es dann auch so gemacht.


Es ist ja nicht nur eine Kiste, da kommen oben die Bienen rein und unten der Honig raus - da gehört schon ein bisschen mehr dazu.

Nur, welche Beute (das ist die Wohnung der Bienen, auch Bienenkästen genannt) nehme ich? Hierbei gibt es schon Unterschiede.

Fragt man 5 Imker, erhält man 7 Antworten. Da muss man irgendwie selbst durch.

Beachten sollte man auch, mit welchen Beuten arbeiten die Nachbarimker (um eventuell im Notfall austauschen zu können) und, wie umfangreich und problemlos ist die Beschaffung/Erweiterung meiner Beuten. 

Natürlich gibt es auch die altbekannten Bienenkörbe noch. Die sind aber (vielleicht) nicht ganz so praktisch für den Anfänger.

Dann gibt es noch Magazin-Beuten. Diese bestehen aus verschiedenen Elementen/Teilen, werden aus Holz oder Kunststoff hergestellt und können beliebig erweitert bzw. reduziert werden.

So gibt es beispielsweise:

  • Deutsches Normalmaß
  • Seegeberger Beuten
  • Frankenbeuten
  • Dadantbeuten
  • Lorenzbeuten
  • Heroldbeuten
  • Warrebeuten
  • Zanderbeuten
  • Langstrothbeuten

und wer die Wahl hat .......

Natürlich hilft auch das Internet um viele Informationen zu sammeln und zu vergleichen, aber die Entscheidung nimmt es auch nicht ab.

Ich habe mich schließlich für Langstroth-Beuten entschieden.


So ganz ohne geht es nicht.

Die Bienen sind ja auch kein Spielzeug, das man in den Mülleimer steckt, wenn man kein Interesse mehr hat, sondern - man könnte fast sagen - die Grundlage unserer Existenz. Das sollte jedem bewusst sein, der mit der Imkerei beginnen möchte.

  • Natürlich gibt es eine Menge an diverser Literatur.
  • Im Internet findet man sehr viele nützliche Informationen
  • Schulungsangebote der Landesverbände für Jungimker

und nicht zu vergessen:

  • das Gespräch und der Austausch mit erfahrenen Imkern (Paten)

all das in der richtigen Kombination und der richtigen Dosis empfinde ich als sehr wichtig und nützlich.

Man muss das Wesen "Biene" schon verstehen und kennen, um richtig und nutzbringend damit zu arbeiten.

  • richtige Haltung
  • richtige Pflege
  • Honiggewinnung
  • Krankheiten und
  • Hygiene am Bienenstand

Darüber sollte man sich schon informieren und die zahlreichen Angebote nutzen.


Viele Bundesländer stellen begrenzt Fördermittel für Neu- bzw. Jungimker zur Verfügung. Man sollte sich erkundigen - bei mir hat es geklappt.

Denn mit einer Investition von 2.000 - 2.500€ sollte man am Anfang schon rechnen.


Wenn man erst einmal beginnt, nach "Dingen für die Imkerei" zu suchen, merkt mal bald, dass das Angebot nahezu unerschöpflich ist. Hier sollten die Informationen der Imkerverbände genutzt werden. Es gibt nämlich sehr viel Nützliches aber auch eine ganze Menge Überflüssiges auf dem "Imkerei-Bedarfs-Markt". Oft merkt man das aber erst danach.

Auch hier hat mir das Internet viele Wege abgenommen und auch geholfen, Geld zu sparen.

Anfang Oktober nahm die Sache langsam Gestalt an:


Meine 3 Langstroth-Beuten und daneben mein "Honighaus" für die Gerätschaften.

Auch über Imkerschutzkleidung sollte man nachdenken. Zwar kommen heute "gutmütige" Bienensorten zum Einsatz, aber an manchen Tagen und in bestimmten Situationen vergessen das einige Bienen. Dann ist es besser richtig darauf vorbereitet zu sein.

Unser Enkel Dustin zeigt, wie das aussehen kann:


Man sollte auch daran denken, dass eine Zarge ganz schön schwer werden kann. Eine Langstroth-Ganzzarge mit 10 Rähmchen und Mittelwänden wiegt leer etwa 11kg. Waren die Bienen fleissig und der Honigraum ist gut ausgebaut und gefüllt, kann so eine Zarge schon einmal 30 - 40kg wiegen. Dann ist es sehr nützlich (auch für die Bandscheiben), wenn man einen Zargenheber/Hubwagen besitzt. Ich habe einen interessanten Anbieter aus Österreich gefunden. Hat zwar seinen Preis, ist aber äußerst sinnvoll. Man kann damit nicht nur heben, sondern auch bewegen/transportieren.

So nach und nach habe ich mir dann die Grundausstattung gekauft. Immer schön Schritt für Schritt. Trotzdem entdeckt man immer wieder etwas Neues - da muss man schon standhaft bleiben - sonst reicht ja auch der Platz nicht aus.


Wir haben jetzt Februar 2012.


Auch hier scheiden sich die Geister, wenn es um die Sorte geht.

In unseren Breiten sind es hauptsächlich:

  • Carnica und
  • Buckfast

die die Gemüter spalten.

Fragt man die Einen, kann es nur Carnica sein, fragt man die Anderen, ist es Buckfast.

Ich habe mich für Buckfast entschieden. Sie sollen sanftmütiger sein. Na, mal sehen, ob es stimmt und wo ich welche kaufen kann.

Auch Dank meines Bienenfreundes habe ich Kontakt zu einem Berufsimker in Rehfelde (Nahe Strausberg) aufgenommen. Bei ihm kann ich 3 Völker kaufen.

Allerdings hat er Deutsches Normalmaß und ich Langstroth. Da passen seine Rähmchen nicht in meine Zargen. Entweder ich baue 3 Zargen von Langstroth auf DN um, oder ich kaufe 3 Umrüstzargen. Die Aussenmaße sind wie Langstroth, aber innen passen 13 DN-Rähmchen rein. Und so habe ich es dann gemacht.

Ich muss mich aber noch gedulden. Er schätzt so Anfang April mit der Übergabe.

Leider kam es noch einmal zu einem Kälteeinbruch. Da macht die Übergabe keinen Sinn - trotzdem juckt es in den Fingern. Wann geht es denn nun endlich los???

Endlich, am 24. April 2012 war es so weit - ich konnte meine Bienen holen.

Ich habe meine 3 Umrüstzargen, Unterböden, Abdeckfolien, Deckel und Spanngurte eingeladen und bin zu um 17.00 Uhr zu ihm gefahren.

Auf seinem Grundstück habe ich dann gesehen, wie professionelles imkern aussehen kann.

Wir haben dann 3 Völker ausgesucht, die meinen Wünschen gerecht wurden.

Dann hat er seine Beuten bei Seite gestellt und ich habe meine Umrüstzargen an die freie Stelle gesetzt. Er hat dann die Rähmchen mit Bienen aus seiner Beute in meine Zarge umgesetzt. Wichtig war es darauf zu achten, dass auch die Königin dabei war - hat in allen 3 Fällen  prima geklappt.


                             So sah es von oben aus

Dann Deckel drauf und warten, bis die Bienen, die noch unterwegs waren zurück kamen. Als es dann langsam dunkel wurde, endete auch der Flugverkehr. Die Fluglöcher wurden verschlossen, der Spanngurt umgelegt und die Zargen ins Auto geladen.

Natürlich wurden die Bienen auch bezahlt und gleich noch eine Mitgliedschaft im Imkerverein abgeschlossen. Die ist meiner Meinung nach ganz sinnvoll auch wegen Haftpflicht und Rechtsschutz.

Als ich in unseren Garten ankam und die Zargen abgestzt hatte, hat es im Inneren ganz schön gebrummt. Naja, der Stress vom Transport - verständlich. Ich habe deshalb erst einmal alles verschlossen gehalten.

Am nächsten Tag war ich 07.30 Uhr wieder vor Ort.

Dann habe ich das Flugloch geöffnet und noch eine Brutraumzarge aufgesetzt.

Es dauerte auch gar nicht lange und die ersten Bienen gingen auf Erkundungstour.



Einen weiteren Tag später war dann schon richtig Action vor den Beuten und man konnte auch die vollen Pollentaschen sehen.




Beim Wiegen der Beuten nach einer Woche konnte ich doch Unterschiede in der Entwicklung feststellen:

  • Beute 1 Zuwachs von 18 kg
  • Beute 2 Zuwachs von 1 kg (hier waren es auch nur 9 alte Rähmchen)
  • Beute 3 Zuwachs von 9 kg

In den aufgesetzten 2. Brutraumzargen hatte ich jeweils 2 Drohnenrähmchen (ohne Mittelwände) eingesetzt.

Der Ausbau in Beute 1 sah nach einer Woche wie folgt aus:


  Dustin hält ganz stolz das im Ausbau befindliche Drohnenrähmchen

In den anderen beiden Beuten hatte sich noch nichts getan.

Am Wochenende 12./13. Mai kommen die Eisheiligen.

Danach wird es hoffentlich wärmer, damit sich alles weiter entwickelt.